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Waldgärten in Haiti - Hoffnung für ein geschundenes Land

Misereor-Projekt gibt Hilfe zur Selbsthilfe und verbessert das Weltklima 

Haiti ist eines der ärmsten Länder dieser Erde.  Das Erdbeben im Jahr 2010 hat die bereits bestehende Armut noch verschlimmert.   Haiti lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft.  Im tropischen Haiti geht Landwirtschaft mit mehreren Ernten im Jahr offensichtlich ganz anders als bei uns in Europa. 

Die landwirtschaftlichen Erträge werden jedoch immer geringer.  Sie ernähren die Bauern nicht mehr.  Das war aber nicht immer so.  Noch vor 200 Jahren konnte Haiti von der Landwirtschaft sehr gut leben.  Der Agrarfachmann Dr. Kurt Habermeier, von Misereor finanziert, ging diesem Problem nach und stellte fest, dass man früher die Landwirtschaft offenbar viel sinnvoller betrieben hat.  Haiti war damals überwiegend bewaldet und man hat, um Ackerfläche zu bekommen, nicht gerodet.  Stattdessen hat man die Gärten in den Wald integriert.  Diese Methode ist ganz in Vergessenheit geraten.

Waldgärten im Kopf
Waldgärten im Kopf
Heute gibt es in Haiti nur noch 2 % Waldfläche.  Außerdem ist es üblich, Ackerflächen durch Brandrodung vorzubereiten.  Somit ist Bodenerosion und Trockenheit vorprogrammiert.  Dr. Habermeier erprobte die historische Waldgarten-Landwirtschaft zunächst in Zusammenarbeit mit einem Kleinbauern.  Es musste geklärt werden, ob die Natur sich noch erholen kann.  Der unerwartet gute Erfolg ermunterte ihn, in Zusammenarbeit mit einer einheimischen Gruppe diese Methoden den Bauern einer Diözese nahe zu bringen.  Er hatte erkannt, dass dieses Projekt nur dann erfolgreich sein kann, wenn diese Waldgärten zunächst in den Köpfen der Bauern entstehen.

So lag von Anfang an der Schwerpunkt seiner Arbeit beim Erklären, Schulen und Beraten.  In dieser Art Landwirtschaft wird sehr vielseitig produziert.  Es gibt Gemüse, Kartoffeln, Maniok, Mais und auch Kaffee sowie Früchte wie Bananen, Mangos, Papayas und vieles mehr.  Durch Viehzucht erhält man Fleisch und Eier.  Der Ertrag ist groß genug, um einen Überschuss auf dem heimischen Markt verkaufen zu können.

Zur Zeit sind schon acht einheimische Partnerorganisationen in fast allen Regionen des Landes in dieses Projekt eingebunden.  Die Arbeitsleistung für das Projekt übernehmen natürlich die Bauern.   Aber sie brauchen finanzielle Hilfe, um z.B. Baumsetzlinge, Saatgut und Jungtiere kaufen zu können.  Hier ist unsere Mithilfe gefragt!


Der Arbeitskreis "Eine Welt" ist von diesem Projekt so begeistert, weil

  • eine dauerhafte Einkommensverbesserung für das arme Volk durch Hilfe zur Selbsthilfe erreicht wird.
  • die vielseitige Produktion eine ausgewogene Ernährung ermöglicht und somit die Volksgesundheit fördert.
  • das Gleichgewicht in der Natur vor Ort wieder hergestellt wird.
  • durch die Aufforstung ein großer Beitrag zur weltweiten Verbesserung des CO2-Haushalts entsteht.

Sie wissen ja:  Haiti liegt auf demselben Planeten, auf dem auch wir leben. 
Darum ist jeder Baum in Haiti auch für uns von Vorteil.  So können Sie mithelfen:

  • 0,50 Euro kostet ein Obstbaumsetzling.*
  • 24 Euro je Teilnehmer kostet ein Kurs zur Anlage eines Waldgartens.*
  • Für 32 Euro kann eine Beratung vor Ort angeboten werden.*

Klaus Hammerschmitt und Roland Wissel, Arbeitskreis "Eine Welt"

* (Stand: Dez. 2011)


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