Das Wort "Ökumene" kommt aus dem Griechischen und heißt ursprünglich so viel wie "bewohnte Erde". Damit gemeint war die "zivilisierte Welt" des griechischen und römischen Reiches. Im Neuen Testament (z.B. Mt 24,14) bedeutet "Ökumene" u. a. das Arbeitsfeld der Missionstätigkeit der Kirche: "Die ganze (bewohnte) Welt soll das Evangelium hören."
Im 19. Jahrhundert erscheint zum ersten Mal die heute übliche Bedeutung von "ökumenisch" zur Beschreibung einer Haltung oder eines Handelns, dass die Einheit der Christenheit anstrebt. Die römisch-katholische Definition von „Ökumene“ steht in Artikel 4 des Ökumenedekrets des Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 – 1965). Ökumene meint: „Tätigkeiten und Unternehmungen, die (...) zur Förderung der Einheit der Christen ins Leben gerufen und auf dieses Ziel ausgerichtet sind“.
In der heutigen Zeit wird "Ökumene" als wichtige Aufgabe verstanden, das Gemeinsame aller Christen und Kirchen zu suchen und auszudrücken.
Evangelisch-lutherische Gemeinden im Gebiet unseres Seelsorgebereichs weiter: V
Am 5. Mai um 18.00 Uhr wird die Sommersaison des ökumenischen Bibelgartens am Bohlenplatz mit Pfarrer Johannes Mann (evang.-ref.), Dekan Huschke (evang.-luth.) und Dekan Dobeneck (röm.-kath.) eröffnet. Was ist sind Bibelgärten, wo in Deutschland gibt es sie noch und weitere Infos finden Sie hier:
"Mahnmal für die Einheit" (27.3.2012) Die Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier setzt ökumenische Akzente
Trier - Die Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier vom 13. April bis zum 13. Mai setzt mit ihrem Leitwort "und führe zusammen, was getrennt ist" einen deutlichen ökumenischen Akzent. Das ist weder selbstverständlich noch unumstritten - sind doch das Wallfahren im Allgemeinen und die Reliquienverehrung im Besonderen für Protestanten eher fremd. Martin Luther sprach 1520 vom "Beschiss mit unsers Herrn Rock zu Trier", und in der rheinischen Landeskirche ist ein Grummeln darüber vernehmbar, dass die Kirchenleitung die Einladung des Bistums Trier zur Mitwirkung angenommen hat. Die Verantwortlichen des Bistums haben für die 20. Heilig-Rock-Wallfahrt überhaupt seit der ersten im Jahr 1512, wie bereits bei der bisher letzten Wallfahrt 1996, von Anfang an auf eine möglichst breite Beteiligung der nichtkatholischen Christen gesetzt. Sie haben die Frage der Echtheit der Reliquie in den Hintergrund gestellt und den Symbolcharakter des "ungeteilten Rocks" für die Einheit der Kirche betont. "Wer anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier kommt, pilgert zu Jesus Christus", brachte Bischof Stephan Ackermann das Anliegen auf den Punkt. So kann der rheinische Präses Nikolaus Schneider die Ausrichtung der Wallfahrt ohne Vorbehalte als "evangeliumsgemäß" begrüßen.
Ökumenischer Weltgebetstag (jährlich am ersten Freitag im März: 2. 3.2012) "Steht auf für Gerechtigkeit!" - Texte und Lieder in diesem Jahr aus Malaysia.
Der Weltgebetstag ist eine weItweite Basisbewegung von christlichen Frauen.
Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Frauen, Männer, Kinder
weltweit den Weltgebetstag (WGT). Vorbereitet wird der Gottesdienst jedes Jahr
von Frauen aus einem anderen Land. Diese Frauen sind Mitglieder in
unterschiedlichen christlichen Kirchen. In unzähligen Gemeinden in ganz
Deutschland organisieren und gestalten Frauen den Weltgebetstag. Auch sie
arbeiten in ökumenischen Teams zusammen. Weltgebetstag – das ist gelebte
Ökumene! Weltgebetstags-Engagierte übernehmen Verantwortung. Weltweit und vor
ihrer Haustür. Ganz nach dem Motto des Weltgebetstags: „Informiert Beten –
betend Handeln“ („Informed Prayer – Prayerful Action“).
Kardinal Kasper und die Grenzen der Ökumene (1.7.2011)
"Die Ökumene ist in ihrer bisherigen Gestalt an eine Grenze angelangt." Dieses Fazit zieht der frühere Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper (78) in seinem dieser Tage im Herder-Verlag erschienenen, knapp 600 Seiten umfassenden Standardwerk "Katholische Kirche. Wesen-Wirklichkeit–Sendung".
Für diese Grenze macht der ehemalige Dogmatikprofessor und Bischof, der über zehn Jahre das Ökumene-Ministerium des Vatikans leitete, ebenso neue Entwicklungen in den Kirchen wie die Zunahme neuer kirchlicher Gemeinschaften, aber auch wachsende Unterschiede in ethischen Fragen verantwortlich. Um diese Grenze zu überwinden, schlägt Kasper vor, in der nächsten Phase des ökumenischen Dialogs vor allem der Frage nachzugehen, was Kirche und unter Einheit der Kirche zu verstehen ist. Zugleich weiß er, dass dieser ökumenische Dialog "wohl eher schwieriger als einfacher wird".
Weitere Stichworte aus dem Text: Keine Rede von "Eiszeit" - Petrusamt mit Potenzialen - macht Ökumene weniger katholisch?
Ökumene in Uttenreuth "besiegelt"(6.6.2011) Die römisch-kath. Pfarrgemeinde St. Kunigunde und die evangelisch-luth. Kirchengemeinde haben eine ökumenische "Partnerschaftsvereinbarung" unterzeichnet. > Infos und Download
Evangelische Kirche wählte neuen Landesbischof(5.4.2011) Erzbischof Ludwig Schick gratuliert Professor Heinrich Bedford-Strohm ganz herzlich zur Wahl zum neuen Landesbischof. Erzbischof Schick möchte die fruchtbare Zusammenarbeit fortsetzen und dankt gleichzeitig Landesbischof Friedrich für das gute ökumenische Miteinander in den vergangenen Jahren... > www.erzbistum-bamberg.de/.../nachrichten.../
"Blickpunkt Ökumene" - traditioneller Studientag für ökumenisch Interessierte und Engagierte, jährlich im Februar in der Kath. Landvolkshochschule Burg Feuerstein in Ebermannstadt.
Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch ermuntert Katholiken und Orthodoxe zu stärkeren Kontakten.
Es
sei wichtig, einander näher zu kommen und "Barrieren und Hindernisse
abzubauen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am
Dienstagabend in Belgrad. Katholische und orthodoxe Christen sollten
gemeinsam Zeugnis für den Glauben ablegen und den Dialog suchen. Dabei
gehe es auch um Ökumene im Alltag. Denn wer nur aus der Distanz über
andere urteile, sorge für Spaltung und Streit.
Katholisch-orthodoxe Freundschaft e.V.(Juni 2011) Motto: MITEINANDER ÜBEREINANDER REDEN - VONEINANDER LERNEN Ziele der privaten Initiative mit Sitz in Würzburg: - konstruktiver, überkonfessioneller Dialog - Bereitstellen von Informationen zu katholischen und orthodoxen Themen - Austausch über unseren christlichen Glauben
Ein Rumäne ist der erste Nürnberger Bischof (12. April 2011) Noch nie in der Geschichte war in Nürnberg ein evangelischer oder katholischer Bischof ansässig. Aber ein orthodoxer: seit zehn Jahren residiert der rumänische Metropolit Serafim Joanta in der fränkischen Metropole. Zuständig ist er für die rumänisch-orthodoxen Gläubigen in ganz Mitteleuropa.
Ostkirchliches Zentrum Erlangen-Nürnberg-Bamberg gegründet (9. Juli 2010)
Obwohl in Deutschland mit vielen Gläubigen vertreten, stehen die
orthodoxen und orientalischen christlichen Kirchen häufig weder im Fokus
der Öffentlichkeit noch der Wissenschaft.
Prof. Dr. Hacik Rafi Gazer
und Dr. Christian Lange wollen das Verständnis der Geschichte und der
Gegenwartslage der "Ostkirchen" voranbringen. Deshalb haben sie die
Gründung des universitätsübergreifenden Ostkirchlichen Zentrums
initiiert.
Gazer, der in Erlangen Geschichte und Theologie des
christlichen Ostens lehrt, repräsentiert dabei die evangelische Sicht
auf die Ostkirchen.
Lange, der die Bamberger Arbeitsstelle "Kunde des
christlichen Orients und der ostkirchlichen Ökumene" leitete, untersucht
diese von Seiten der katholischen Theologie.